
EXPERTENBEITRAG
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In KMU ist die Auseinandersetzung mit dem Thema häufig einfacher als in Großbetrieben, denn viele Ansatzpunkte beziehen sich auf die Unternehmenskultur oder können „auf dem kurzen Weg“ erledigt werden. Dabei geht es beispielsweise um eine Kultur der Wertschätzung und den Kontakt mit den Mitarbeitenden jenseits von starren Hierarchien und Berichtspflichten, wie sie häufig in Großunternehmen anzutreffen sind.

Beteiligungsorientiertes Vorgehen
Es bietet sich an, in beteiligungsorientierten Formaten an diesen Faktoren zu arbeiten. Partizipative und kooperative Verfahren kosten zunächst mehr Zeit und Kapazität, schaffen am Ende aber abgestimmtere, bessere und stabilere Ergebnisse. Beteiligung bedeutet, dass
- alle betrieblichen Funktionen (Fachabteilungen, Beschäftigte, Personalabteilung, Betriebsrat) beteiligt werden müssen,
- dass Transparenz hergestellt wird über
- unterschiedliche Vorstellungen von einer passgenauen und effizienten Lösung je nach Teilsystem und Rolle im Unternehmen,
- über den Gegenstand, denn verschiedene Funktionen sprechen andere (Fach-)Sprachen,
- dass Vertrauen als Basis für Veränderungsbereitschaft und Identifikation bei Beschäftigten, Führungskräften und Betriebsrat entsteht und sich alle Beteiligten auf die Transformation einlassen.
Ausblick
Die gegenwärtigen globalen Krisen und geopolitischen Konflikte erzeugen ein Gefühl der Unsicherheit und Instabilität in vielen Organisationen. Unternehmen, die eine Kultur der Wertschätzung schaffen und Beteiligungsorientierung fördern, können das Engagement und das Vertrauen ihrer Belegschaft steigern. Mit den genannten Maßnahmen und Instrumenten können Unternehmen eine robuste Grundlage für die Zukunft schaffen. Die Kombination aus technischer Unterstützung, arbeitsorganisatorischen Anpassungen und individueller Förderung, verzahnt mit Angeboten des betrieblichen Gesundheitsmanagements, bietet einen vielversprechenden Ansatz, um die Resilienz der Mitarbeitenden und des Unternehmens zu stärken.
ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V., Institut für Arbeitswissenschaft, Technische Universität Darmstadt (IAD), Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V., Hochschule Fresenius Düsseldorf (Hrsg.) (o.J.): Resilienzkompass zur Stärkung der individuellen und organisationalen Resilienz in Unternehmen, Düsseldorf: iffa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Gutachten/PDF/2018/Gutachten_Resilienzkompass.pdf (letzter Abruf: 26.01.2026)
Hartwig, M., Kirchhoff, B., Lafrenz, B. & Barth, A. (2016): Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Organisationale Resilienz (baua: Bericht, F2353-5), Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: https://www.baua.de/DE/Angebote/Publikationen/Berichte/F2353-5 (letzter Abruf: 26.01.2026)
Matthäi, I. & Morschhäuser, M. (2009). Mitarbeiterbefragung „Gesundes Arbeiten“ (Arbeitspapier), Saarbrücken: Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e. V.: https://www.iso-institut.de/wp-content/uploads/2019/03/2009-Matthaei-Mitarbeiterbefragung-gesundes-Arbeiten.pdf (letzter Abruf: 26.01.2026)
VBG (o. J.): Kurzanalyse im Team (KiT): Ein moderiertes Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung: https://www.vbg.de/cms/arbeitsschutz/arbeitsschutz-organisieren/gefaehrdungsbeurteilung/gefaehrdungsbeurteilung-psychische-belastung-kurzanalyse-im-team (letzter Abruf: 26.01.2026)
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