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RKW EXPERTISE
Alles anders
Wir erleben eine Phase grundlegender Umbrüche. Für Unternehmen und Mitarbeitende bedeutet das vor allem, dass der steigende Veränderungsdruck ebenso stetig zunimmt wie die damit verknüpfte Unsicherheit. Unter diesen Voraussetzungen müssen Führungskräfte jedoch weiterhin Verantwortung übernehmen, Ergebnisse sichern und Orientierung geben. Eine oft unterschätzte Ressource kann dabei der bewusste Gebrauch des eigenen Körpers sein. Zwei Aspekte treten hier in den Vordergrund:
- Der Körper als effektiver Zugang zur Stressregulation.
- Der Körper als zusätzliches Informationsinstrument.
Körper zur Stressregulation
Erwartungs- und Ergebnisdruck bei gleichzeitiger Unsicherheit lösen bei vielen Menschen Stress aus. Der Organismus reagiert mit Fight-Flight-Freeze-Mustern. Kurzfristig sichern sie unser Überleben, langfristig verlieren wir jedoch den Zugang zu wichtigen Führungsfähigkeiten:
- Überblick vs. enge Fokussierung: Unter Stress verengen sich visuelle und kognitive Wahrnehmung. Probleme werden nicht mehr ganzheitlich betrachtet und es besteht die Gefahr, in operative Hektik zu verfallen.
- Geistige Flexibilität und Reflexion: Unter Stress sinkt unsere Kreativität und es steigt die Wahrscheinlichkeit, auf etablierte Verhaltensmuster zurückzugreifen, auch wenn sie nicht zur Situation passen. Risiken werden eher gemieden, achtsames Innehalten vor Entscheidungen fällt schwer
- Emotionale Regulation und Empathie: Steigt der Druck, neigen wir dazu, die sozialen und emotionalen Antennen einzufahren. Wir spüren unser Gegenüber weniger.
- Ambiguitäts- und Unsicherheitstoleranz: Hoher Stress reduziert die Fähigkeit und die Bereitschaft, Wiedersprüche sowie Unsicherheiten auszuhalten. Die Wahrscheinlichkeit vorschneller Entscheidungen steigt.
Damit wird deutlich: Dauerstress und wirksame Führung schließen sich weitgehend aus. Führung braucht Menschen, die auch unter Druck den Überblick behalten, mit Mitarbeitenden in Kontakt und Beziehung bleiben, Widersprüche aushalten und kreativ neue Lösungen entwickeln können – also Zugriff auf ihr volles Potenzial haben. Es geht nicht darum, Stress zu vermeiden. Entscheidend ist, schneller wieder in einen regulierten Zustand zurückzufinden.
Das wichtigste Instrument dafür ist der eigene Körper. Über bewusste Wahrnehmung, gezielte Atmung oder eine veränderte Haltung lässt sich unmittelbar auf das Nervensystem sowie die Biochemie und damit auch auf die Fähigkeiten und das Potenzial einwirken.

Emotionskompetenz
Mit Emotionskompetenz Krisen trotzen, die Selbstführung verbessern und die eigene Resilienz stärken.

Sascha Hertling ist Mitarbeiter im Fachbereich „Innovation“ beim RKW Kompetenzzentrum.
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