EXPERTENBEITRAG
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In den kommenden Jahren stehen zahlreiche mittelständische Unternehmen in Deutschland vor einer entscheidenden Herausforderung: der Suche nach einer Nachfolge. Laut Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn werden zwischen 2026 und 2030 rund 186.000 Familienunternehmen in Deutschland eine Nachfolgelösung benötigen. Gleichzeitig werden immer weniger Betriebe innerhalb der Familie weitergegeben. Die Studie zeigt, dass heute schon rund 29 Prozent der zur Nachfolge anstehenden Unternehmen an externe Käuferinnen oder Käufer gehen. Zudem fehlen geeignete Unternehmerinnen und Unternehmer, die bereit sind, operative Verantwortung zu übernehmen. Ein Ansatz, der international bereits weit verbreitet ist und auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist Entrepreneurship through Acquisition (ETA). Statt ein Unternehmen neu zu gründen, übernehmen Unternehmerinnen und Unternehmer ein bestehendes Unternehmen und führen es weiter. Gerade für den Mittelstand kann dieses Modell helfen, funktionierende Betriebe zu erhalten und gleichzeitig neue unternehmerische Dynamik zu schaffen.



Stefanie Bechert ist Mitarbeiterin im Fachbereich „Gründung“ beim RKW Kompetenzzentrum.
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